In the heart of „WPK“

Zu Besuch im Zentrallager in Koblenz

Samstag 12.45 Uhr: Das WPK-Zentrallager öffnet zwar erst in einer viertel Stunde, der erste Kleintransporter steht aber schon auf dem Gelände der Raben Group zum Abladen bereit. Zwei Tabler aus Fulda haben sich auf den Weg nach Koblenz gemacht, um ihre Päckchen direkt im Zentrallager vorbeizubringen.

Pünktlich um 13 Uhr heißt es dann: ausladen und umpacken. Schnell hat das Zentrallagerteam um Julia und Steffen aus Hanau, Andre und die Jungs des RT 108 Koblenz – die in den beiden Wochen vor dem Konvoistart quasi im Schichtdienst das Zentrallager betreuen – und weitere Helfer eine Auslade- und Verpackungsstraße aufgebaut.
Sortiert werden die Päckchen zunächst nach Altersgruppen: Kindergarten, Grundschule und Teenies. Dann ab in die vorgeschriebenen Umkartons, Altersgruppe und Päckchenanzahl auf die kurze und lange Kartonseite geschrieben und weiter auf die Europalette.

Und wie viele der mehr als 100000 Päckchen kommen in Koblenz als Einzelpäckchen an? Auf 50:50 schätzt Julia von der Zentrallagerleitung das Verhältnis von Einzelpäckchen und bereits fertig gepackten Umkartons. Eigentlich, aber eben nur eigentlich, sollten im Zentrallager gar keine Einzelpäckchen mehr ankommen. Aber es wird immer besser. „So sauber und gut gepackt waren die Umkartons aus meiner Sicht noch nicht“, sagt Marco. Und da sind ja auch noch die Tische und Circle, die fertige Paletten oder gar ganze Lkw schicken. „Wenn uns die Tische und Circle die Päckchen schon mal in Umkartons liefern, spart uns das hier unglaublich viel Zeit“, berichtet Julia, die auch schon in Hanau das Zentrallager geleitet hat. Richtig und fertig gepackte Paletten bereiten dem Zentrallagerteam natürlich noch weniger Arbeit.

Allein gelassen wird das Zentrallager-Team aber nicht. Viele Tische kommen vorbei und packen mit an. Der RT Wiesbaden verlagert beispielsweise jedes Jahr seinen Tischabend in der heißen WPK-Phase ins Zentrallager und packt dort in den großen Hallen der Raben Group die Umkartons direkt vor Ort. Und so gibt es viele Tische und Circle, die vorbeikommen, um das Team in Koblenz zu unterstützen. Zu tun, gibt es aber fast immer genug – gerade kurz vor der Konvoiabfahrt.

Während die Tabler aus Fulda ihre Päckchen am Samstag mittlerweile richtig sortiert, in Umkartons und auf Paletten gestapelt haben, trifft der nächste „Mini-Konvoi“ aus Bad Kreuznach ein. Nicht nur einen kompletten Sprinter haben die Tabler, Ladies und Oldies aus Bad Kreuznach vollgepackt, auch den eigenen RT/OT-Anhänger haben sie dabei. Und weil die 3750 Päckchen schon in Umkartons verpackt sind, geht das Abladen, Aufsetzen und Durchzählen fast wie von selbst von der Hand.

Routiniert fährt Christian vom RT Koblenz die korrekt aufgesetzte Palette durch eines der unzähligen Tore auf dem Werksgelände der Raben Group, das der Weihnachtspäckchenkonvoi nutzen darf. Einzige Bedingung vor Ort: Jeder muss eine Warnweste tragen, schließlich arbeiten hier nicht nur Ladies, Tabler und Freunde, sondern auch die Mitarbeiter der Raben Group. Sicherheit geht eben vor.
Der Herr an der Folier-Maschine ist an diesem Samstag Andre, Vizepräsident beim RT Koblenz und in der WPK-Zeit fast täglich im Zentrallager. „Es ist schon eine tolle Sache, wenn du die Anlaufstation für gut 350 Tische in Deutschland bist“, sagt er und grinst. Während er darauf achtet, dass die Foliermaschine die fertigen Paletten in Folie einwickelt, stehen schon die Gabelstapler bereit, um die Palette wegzufahren.

Bis Mittwoch (8 bis 12 Uhr) ist das Lager noch für die Anlieferung geöffnet. „Aber bitte meldet euch und die Zahl der Päckchen rechtzeitig an“, appelliert Julia nochmal an alle, die mithelfen und anpacken wollen. Auch am Donnerstag und Freitag gibt es allerhand im Zentrallager zu tun. Denn dann müssen all die vorher sauber aufgestapelten Paletten in die Lkws verladen werden. Echte Schwerstarbeit. Verschieben oder aufschieben ist nicht drin: Am Samstag, 1. Dezember, fährt der Konvoi pünktlich in Hanau ab. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Also auf ins Zentrallager und mit anpacken – einen coolen Helferpin gibt’s übrigens auch.