Ein Konvoibericht 2017

#weilwirdasmachen #sidebyside #freunde,

dies sind Leitbilder die kreiert wurden, weil sie gelebt werden und das schon seit Jahren. Sie drücken eine Art Magie aus, die sich nur schwer in Worte fassen lässt, weil wir sie in uns tragen. Der diesjährige Weihnachtspäckchenkonvoi in die Ukraine ist der Beweis dafür, dass diese Leitbilder diese Mission wahrlich beschreiben und auf den Punkt bringen.
#geduld #optimismus #motivation #emotionen

Diese vier Subhashtags stehen aber auch für den Konvoi 2017 in die Ukraine. Am 02.12.2017 gingen 25.000 Weihnachtspäckchen auf eine lange Reise. Verteilt über 6 Lkws und begleitet von einem Reisebus mit vielen Freiwilligen, die von Neugier und Tatendrang getrieben, gespannt auf diese Reise waren.

#geduld, diese wurde das erste Mal an der polnisch-ukrainischen Grenze auf die Probe gestellt. 11 Stunden Zollabfertigung der Lkws zerrten an den Nerven. Auch das Wetter wollte seinen Teil dazu beitragen und bescherte uns ca. 20 Zentimeter Neuschnee. Hübsch anzusehen, aber für die Fahrt eher suboptimal. Und so schob sich unser eh schon engmaschiger Zeitplan gnadenlos nach hinten.

#optimismus, den brauchten wir nicht nur auf den schneeverwehten Landstraßen oder in der Rushhour durch Kiew, nein auch der Zollhof in Odessa spielte in diesem Jahr erst nicht ganz so mit, wie gewünscht. Optimistisch bleiben galt die Devise. Wir alle wollten endlich los auf unsere Mission zu den Einrichtungen, wo die Kinder schon sehnlichst auf uns warteten. Der #optimismus siegte zum Schluss dann auch und die Inspektion durch die Zollbehörde in Odessa bleib uns nach stundenlangem Ausharren, dann zum Glück doch erspart.

#motivation, diese war groß und so bissen die beiden Teams Kirowohrad 1 & 2 die Zähne zusammen und machten sich im Spätnachmittag des 05.12.2017 endlich auf den langen Weg nach Kirowohrad. An Verteilen war leider an diesem Tag nicht mehr zu denken. Aber am Nikolaustag, da starteten wir dann durch. Ich möchte nicht alle Einrichtungen im Einzelnen beschreiben. Ich möchte eine Einrichtung herausgreifen, die mir nahe gegangen ist. Es war eine Behinderteneinrichtung von überwiegend Sehbehinderten Kindern. Wir wurden von einem Teil der Schüler in der Aula begrüßt. Die kleinen Wesen saßen voller Spannung da und blickten uns mit großen Augen an. Der Schulleiter bedankte sich in einer kleinen Ansprache bei uns und dann wurden die Päckchen verteilt. Ich beobachtete ein kleines Mädchen, dass voller Bewunderung ihr Päckchen in Augenschein nahm und sich erst gar nicht traute es zu öffnen. Dann begann sie behutsam die Klebestreifen zu lösen. Als sich der Inhalt, des wirklich liebevoll gepackten Päckchens, vor ihr darbot wurden die Augen riesengroß und ein „ECHTES LÄCHELN“ lag auf ihrem kleinen Gesicht. Ich empfand in diesem Augenblick „ECHTES GLÜCK“. Genau dafür und nur dafür machen wir das. Dieser kurze Moment, lässt alle Strapazen und alle die eigenen Sorgen so nichtig erscheinen. Das ist für mich der Sinn der Weihnacht.

#geduld, diese benötigten, vor allem unserer Lkw-Fahrer bei der Grenzüberquerung von der Ukraine nach Polen und in die Heimat. 100 Meter in 4 Stunden die bittere Bilanz, da wurde der Geduldsfaden mal ordentlich gespannt. 16 Stunden später hatte das Geduld haben nun endlich ein Ende. Übermüdet, aber immer noch getragen von den Erlebnissen der vergangenen Tage rollte der Konvoi seiner letzten Etappe entgegen.

#emotionen, diese waren mehr als reichlich auf diesem Konvoi zu finden. Dieses innere warme Gefühl, wie Cognac in einem Heißgetränk (Insiderwissen), ist unbezahlbar. Die Freude der Kinder muss man gesehen haben. Sie ist nicht mit Geld oder materiellen Dingen aufzuwiegen, weil sie „ECHT“ ist. Wie nah uns allen dieser Konvoi und das Erlebte gegangen sind, wurde auf eine einzigartige Weise auf der Rückreise mehr als deutlich. Eine Tradition ist es, dass jeder Mitfahrer seinen emotionalsten Moment beschreibt. Ich fahre nun schon das vierte Jahr mit, aber so viele tränenreiche Unterbrechungen bei der Funkkonferenz über alle Fahrzeuge, habe ich noch nie miterlebt. Die beschriebenen Momente galten vorrangig den Kindern und den Momenten des Auspackens und der leuchtenden Kinderaugen. Aber man muss ehrlich sein, sie galten auch der Mission und der Magie die diese Mission mit sich bringt. Viele waren einfach überwältigt von dem Teamgeist, dem Zusammenhalt und der gemeinsamen Dynamik die in den einzelnen Teams versprüht wurde.

Aus #geduld #optimismus #motivation #emotionen, wurden am Ende diese Konvois #freunde. Die, wie an jedem einzelnen Konvoitag aufs Neue, #sidebyside allen Widrigkeiten trotzten, ihre #emotionen miteinander teilten und auf die Frage von Außenstehenden jetzt mit Sicherheit antworten werden, #weilwirdasmachen!
Ich wünsche euch Verrückten, ein Weihnachtsfest voller Nähe, Liebe und Wärme. Was anderes zählt nicht.