Auf in den Norden – Jens Froebel

Auf in den Norden

Am Montag trafen sich die moldawischen Truppen beim Zollhof um sich in die verschiedenen Einsatzgebiete aufzuteilen. Alle LKWs waren bereits entzollt, so dass wir nach einem offiziellen Pressetermin starten konnten.
Von da an fuhren wir die meiste Zeit unter „Polizeischutz“ auf mehr oder wenig befestigten Straßen, um die bereits sehnsüchtig erwarteten Päckchen zu verteilen.
Jeder LKW hatte ca. 28.000 davon an Bord und wurde von einem Minibus mit den fleißigen Helfern und dem 3. Fahrer begleitet.

Die erste Abladestelle in Rîșcani erreichten wir erst bei Dunkelheit und Schneetreiben.
Da die meisten von uns neu „im Geschäft“ waren, verlief die Aktion noch nicht ganz so professionell, wie am Ende unserer Reise.
Viele Kisten wurden in einem großen Saal gestapelt, aber einige auch vor dem Gebäude für die wartenden Kinder geöffnet. Dabei bekam ich zum ersten Mal eine ungefähre Vorstellung davon, was mich die nächsten Tage erwarten wird. Wenn es hier auch nur wenige Kinder waren, so war deren Freude doch schon so groß, wie ich es nicht erwartet hätte.

Nach einer weiteren Fahrt durch Dunkelheit und Schnee, trafen wir am Abend bei der nächsten, viel größeren Verteilungsstation in Edineț ein.
Hier wurden wir in einer großen Aula von ca. 600 Schulkindern erwartet.
Als die entsprechenden Kisten mit den vielen Geschenken auf einer Bühne aufgebaut waren, begann die große Geschenke-Aktion. Sortiert nach Altersklassen kamen nach und nach alle Kinder auf die Bühne um sich ihr Geschenkpäckchen abzuholen. So viel Freude auf einmal, konnte ich mir bis dahin gar nicht wirklich vorstellen.

Hier konnten wir dann auch im kleinen Florentina Hotel endlich die Knochen ausstrecken und bei einem traditionellen Nationalgericht (Schnitzel mit Pommes) und einem leckeren moldawischen Bierchen den Tag Revue passieren lassen.

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